Daniëlle Meijer: Bequemes Reisen und Ausgehen mit einem O4 Rollstuhl
Kannst du dich kurz vorstellen?
Mein Name ist Daniëlle, ich bin 32 Jahre alt und lebe zusammen mit meiner Hündin Milly in einem kleinen Dorf in Nord-Limburg. Ich bin seit meinem 18. Lebensjahr Herzpatientin und weiß seit meinem 29. Lebensjahr, dass dies durch EDS verursacht wird. Seit meinem 28. Lebensjahr sind auch andere Organe ausgefallen. Mein Magen, mein Darm und meine Blase funktionieren nicht mehr.
Was ist dir im Leben wichtig und was macht dich glücklich?
Das Wichtigste im Leben sind für mich meine Familie und meine kleine Hündin Milly. Sie sind für mich der Grund, meine Grenzen zu erweitern und in schwierigen Momenten weiterzumachen.
Glücklich machen mich die Momente, in denen es mir gesundheitlich gut genug geht, um hinauszugehen und Erinnerungen zu schaffen. Das kann ein Spaziergang mit Milly sein, aber auch ein Kinobesuch, ein Konzert, ein Ausflug in den Freizeitpark oder eine schöne Reise.
Wie bist du auf den O4-Rollstuhl aufmerksam geworden?
Durch meine Ergotherapeutin. Sie erwähnte den O4 als einen der wenigen Rollstühle mit verstellbarer Rückenlehne. Sie war der Meinung, dass dies für mich einen riesigen Unterschied machen würde, denn in dem Rollstuhl, den ich damals hatte, hielt ich es nicht lange aus, sodass ich meine geliebten Ausflüge nicht mehr genießen konnte. Ich habe mir O4 zusammen mit meiner Schwester angesehen und wusste sofort: Das ist mein Rollstuhl.
Freizeit
Was machst du am liebsten in deiner Freizeit?
Am liebsten verbringe ich Zeit mit meiner Familie. Das kann gemeinsam fernsehen sein oder ein Kinobesuch. Aber auch ein Tagesausflug in einen Freizeitpark oder ein Urlaub mit meiner Schwester.
Welche Hobbys oder Interessen hast du?
Kreative Dinge, wie Häkeln, Nähen, Malen, LEGO bauen, Dinge mit meinem 3D-Drucker herstellen. Außerdem gehe ich gerne ins Kino, zu Konzerten oder Musicals oder in Freizeitparks.
Gibt es Orte oder Aktivitäten, die du besonders gerne magst?
Am liebsten fahre ich nach Amerika. Wir waren schon oft in Florida, vor allem wegen Walt Disney World, aber auch eine Rundreise entlang der Westküste der USA fand ich toll. Außerdem mache ich gerne Kreuzfahrten.
Ich bin auf TPV (totale parenterale Ernährung) angewiesen, reise aber trotzdem gerne in Länder, für die das Krankenhaus die Erlaubnis erteilt. Außerdem gehe ich gerne zu Konzerten, Musicals und in Freizeitparks.
Wie organisierst du so einen Ausflug?
Das erfordert manchmal viel Vorbereitung, angesichts meiner TPV und anderer Medikamente. Für Reisen sind ärztliche Atteste und Bescheinigungen des CAK mit Apostille des Gerichts erforderlich. Außerdem müssen medizinisches Gepäck und Rollstuhlbegleitung beantragt werden. Das meiste davon regelt meine Schwester.
Wie sieht für dich ein perfekter Tag aus?
An meinem absolut perfekten Tag bin ich im Urlaub in Florida. Ich stehe meistens erst gegen Mittag auf, weil mein TPV 14 Stunden lang einlaufen muss. Danach gehen wir in einen Disney-Park und genießen die Shows, das schöne Wetter und die Attraktionen. Mein O4-Rollstuhl sorgt dafür, dass ich das durchhalten kann.
Und was machst du, wenn du einen schlechten Tag hast?
Das sind oft Tage, an denen ich starke Schmerzen habe und nur im Bett liegen kann. Dann schlafe ich viel.
O4 Wheelchairs
Was hat dich an den O4-Rollstühlen sofort angesprochen?
Die Verstellbarkeit der Rückenlehne, die Aufstehhilfe und der Komfort.
Welches Zubehör hat dein Rollstuhl?
Ich habe zwei O4-Rollstühle, einen schwarzen mit E-Drive-Rädern und Armlehnen und einen weißen mit Schiebegriff, dreieckigen Felgen und ohne Armlehnen. Letzterer liegt im Auto und wird am häufigsten benutzt. Den Rollstuhl mit E-Drive benutze ich hauptsächlich, wenn ich alleine irgendwohin fahre.
Was ist dir bei einem Rollstuhl im Alltag wichtig?
Mir ist wichtig, dass der Rollstuhl mich nicht eingeschränkter wirken lässt, als ich bin, dass er zu mir passt und sportlich aussieht. Dass die Leute Daniëlle sehen und nicht meinen Rollstuhl. Natürlich sind der Sitzkomfort und die verstellbare Rückenlehne für mich das Allerwichtigste.
Inwiefern hilft dir dein O4-Rollstuhl im Alltag, in der Freizeit und auf Reisen?
Ohne den O4-Rollstuhl könnte ich die Reisen, die ich so gerne mache, nicht unternehmen; dann müsste ich wegen meiner ACNES-Schmerzen, die ich in einem Rollstuhl ohne verstellbare Rückenlehne nicht regulieren kann, schon nach einer Stunde im Freizeitpark wieder nach Hause fahren.
Auch könnte ich mir aus demselben Grund beispielsweise keinen Film im Kino bis zum Ende ansehen (ich bleibe immer in meinem eigenen Rollstuhl sitzen, der für mich wirklich am bequemsten ist).
Welche Tipps würdest du anderen Rollstuhlfahrern bei der Auswahl eines Rollstuhls geben?
Probier den Rollstuhl auf jeden Fall aus, lass dich gut beraten und zieh einen Ergotherapeuten hinzu.
Was gefällt dir am O4-Rollstuhl am besten?
Die verstellbare Rückenlehne.
Du gestaltest deinen Rollstuhl selbst – wie machst du das?
Ich häkele Radschutzhüllen an einen Reifen und befestige diese mit Kabelbindern an den Rädern meines Rollstuhls. Das verleiht dem Rollstuhl einen persönlicheren Look. Außerdem habe ich einen passenden Fußsack, da mir im Rollstuhl schnell kalt wird.
Was findest du selbst am schönsten von dem, was du gemacht hast?
Meine rosa Radschutzkappen, obwohl ich gerade an einem neuen Set arbeite – vielleicht wird das dann ja meine schönste Kreation.
Was ist dein Lieblingszitat oder Lebensmotto?
Wenn du Schmerzen hast, wenn du denkst, du hättest genug, gib niemals auf. (Coldplay)
Dieses Zitat bedeutet mir sehr viel, denn ich litt zwei Jahre lang an schweren Blasenentzündungen und konnte deshalb kaum aus dem Bett aufstehen. Die Schmerzen waren so stark, dass ich meiner Familie oft gesagt habe, dass ich so nicht mehr weiterleben wollte.
Gemeinsam mit meiner Familie habe ich um eine Lösung gekämpft, die mir zunächst niemand geben wollte. Bis ich im Oktober meinen jetzigen Urologen traf.
Im vergangenen Dezember wurde mir die Blase entfernt und ich habe ein Urostoma bekommen. Das war eine schwere Zeit und die Genesungsphase war lang, aber langsam geht es mir immer besser und ich schaffe auch immer ein bisschen mehr. Ich bin froh, dass ich weiter gekämpft und nie aufgegeben habe.
Welche Botschaft möchtest du anderen Rollstuhlfahrern oder Menschen mit einer Behinderung mitgeben?
Du bist mehr als deine Behinderung. Das Leben hört nicht auf, wenn man krank wird. Konzentriere dich auf die Dinge, die du noch tun kannst, und nicht auf die, die nicht mehr gehen. Lebe von Tag zu Tag und schaffe schöne Erinnerungen mit den Menschen, die dir am Herzen liegen.
O4-wheelchairs baut einen Webshop auf – was darf dort auf keinen Fall fehlen?
Rückenbezüge in vielen verschiedenen Farben, damit immer einer dabei ist, der zu dir passt. Auch Schiebegriffe, Trinkbecherhalter und anderes Zubehör sind praktisch. Eine Seite mit Ausstellungsmodellen für Menschen mit kleinerem Budget.




